Die Erlaubnis anders zu sein

Ich habe keine Lust so zu leben wie die breite Masse

Ich wollte immer meinen eigenen Weg finden und auch gehen

In meinen bisherigen Berufen

Im Leben und das nun schon beinahe 52 Jahre

Physisch

Mental

Ich messe mich nicht mit anderen

Ich stelle meine eigenen Ziele für mich auf

Ich habe eine hohe Erwartungshaltung an mich selbst

Ich habe mir die Erlaubnis gegeben anders zu sein

Meine Kontinuität hilft mir dabei

Heute lief ich 21,5 Kilometer an Tag 1.973 in Folge mit 45.140 Folgekilometern in dieser Zeit

Gymnastik, Obst, Joghurt und Körner

„They just couldn’t believe that someone would do all that running for no particular reason.“ Forrest Gump

Auf dem richtigen Weg

Tag 1969 im Täglichlaufen/Streakrunning

Die 3.000 Laufkilometer Grenze in diesem Jahr überlaufen

45.054 Laufkilometer seit dem 02.01.2012

Wieder die Balkantrasse

Als ich mich schon wieder auf dem Rückweg von Lennep nach Wermelskirchen befand, da fuhr wieder dieser Radfahrer mit dem gelben Regenschutz auf dem Helm an mir vorbei

Wie immer mit einem freundlichen Hallo

An der neuen Querung der Bundesstraße sah ich ihn stoppen und auf mich warten. Ich lief an ihn ran, wir gaben uns die Hand und stellten uns kurz vor

Er heißt Benni und sagte zu mir:

„Hey wir sehen uns hier ständig und Du motivierst mich mit Deiner Freundlichkeit“

Und als nächstes erzählte er mir davon, wie er immer mit guter Laune in der Firma angekommen war und die anderen ihn schon für verrückt gehalten hatten, wegen seiner guten Stimmung

Mittlerweile habe er es aufgegeben, es scheint nicht zu wirken

Doch es wirkt

Steter Tropfen höhlt den Stein

Ja, das ist der richtige Weg

Man darf nicht aufgeben freundlich zu sein, auch wenn andere Menschen sich lieber selbst blockieren

Sie kommen damit nicht weiter, aber wir kommen mit Freundlichkeit weiter und reißen andere auf Dauer mit in einen positiven Tag

Benni ist auf dem richtigen Weg

Und ich jetzt auf meinem Weg nach Hause

Gymnastik, Obst, Joghurt und Körner

„They just couldn’t believe that someone would do all that running for no particular reason.“ Forrest Gump

„Fans“ an der Strecke

Eine Sache motiviert mich ganz besonders bei meiner täglichen Rennerei

Die „Fans“ an der Strecke

Die Frau in dem roten Pflegedienstauto, welches mir auf der Friedrichstraße entgegen kommt

Der kleine Mann, dessen dicker Bauch immer aus der Bushaltestelle am Durchstich Eich aus der Bushaltestelle heraus ragt

Die Busfahrer der Linien 260 und 266, welche am Engpass zwischen Rathaus und Baustelle Bäckerei Bauer immer genügend Platz lassen, dass ich noch durch kann

Die Damen hinter der Theke beim Brötchendealer Evertzberg, welche meist laut aus dem Verkaufsraum brüllen

Maria, die Putzfrau ruft aus dem Eiscafé Cordella

Die ganze Frau- und Mannschaft an der Bushaltestelle Bahnhof, wenn sie mir alle meist freundlich einen guten Morgen wünschen, während sie auf die Linie 240 nach Lennep warten (Bisher wollte noch keiner der wartenden mit mir kommen)

Der junge Mann mit der Zigarette, der an der Ecke Thomas-Mann Straße zur Berliner-Straße auf seine Arbeitskollegen wartet

Die Frau, welche an der selben Stelle gerade aus dem Bus aussteigt

Der junge Mann, welcher mir in seinen weißen Sportschuhen mit orangen Seitenstreifen auf der Berliner-Straße entgegen schlurft

Die alte Frau auf dem Fahrrad, die immer kurz die Hand hebt

Die zwei Männer an der Bushaltestelle am Wasserturm (wo gar kein Wasserturm mehr steht), die immer ein Hallo loswerden

Der Radfahrer mit Helm, der über die Brücke nach Kenkhausen fährt

Der Radfahrer ohne Helm, aber mit lauter Stimme

Der Wolfgang und der Thomas, die auf ihren Fahrrädern über die Balkantrasse zur Arbeit radeln

Die Frau, die ausschaut wie Struwwelpeter und immer sehr laut grüßt

Die Frau mit den riesigen Packtaschen an ihrem Rad

Die Jungs, welche bei der Lenneper Tafel arbeiten und mit dem Zug in Lennep am Bahnhof ankommen

Der Mann mit seinem selbstgebauten E-Bike

Die Schuljungs, die entweder mit dem Rad oder dem Skateboard vom Bahnhof zur Schule über die Trasse rollen (Die sind echt gut drauf)

Der junge Mann, der mir immer mit seiner Freundin Hand in Hand unter den Brücken an der Trecknase begegnet (Die haben immer gute Laune, auch bei Regen)

Der Mann mit dem alten Langhaarcolli

Der Mann mit dem kleinen schwarzen Pudel

Der Rainald, der aus Wermelskirchen mit dem Rad zur Arbeit fährt und heute besonders gut gelaunt war

Die junge Frau mit den langen roten Haaren und der lustigen Radfahrerbrille

Die vielen Rennradfahrer, die von hinten angerast kommen und nur kurz die Hand zum Gruß rausstrecken und Moin rufen

Die vielen Frauen und Männer, welche jeden Morgen ihre Hunde gassi führen

Die Taxifahrer aus Wermelskirchen, die IMMER freundlich grüßen

Und und und…

Und da soll mal einer sagen bei so vielen „Fans“ würde einem nicht die Sonne aus dem Arsch scheinen

Heute machte ich einen kurzen Abstecher zur Eschbachtalsperre und auch sie ist noch da und freundlich

Mein täglichlaufen Tag 1968 mit einer Strecke von 23,5 km und einem Streak von 45.032 km

Was wäre dieses Laufen nur ohne die „Fans“

Nichts

Gymnastik, Obst, Joghurt und Körner

„They just couldn’t believe that someone would do all that running for no particular reason.“ Forrest Gump