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Der 17. Juni irgendwann

Vor ganz vie­len Jah­ren spiel­te ich Fuß­ball in einem Ver­ein. Um einen 17. Juni her­um fuh­ren wir aus dem beschau­li­chen Wer­mels­kir­chen mit die­sem Ver­ein zu einem Aus­wärts­spiel in die damals noch geteil­te Groß­stadt Ber­lin. Bun­des­haupt­stadt war zu die­ser Zeit Bonn. Für mich als Jugend­li­chem war die­se Fahrt etwas auf­re­gen­des. Begin­nend mit dem Grenz­über­gang Helm­stedt, der mul­mi­gen Fahrt durchs „Feind­ge­biet“, die­ses Ber­lin, Über­nach­ten direkt an der Mau­er in einer Jugend­her­ber­ge mit Blick weit über den Todes­strei­fen, Besuch vom damals akti­ven Check­point-Char­lie, Kreuz­berg mit sei­nen besetz­ten Häu­sern, über­all hin­gen bemal­te Bett­la­ken aus den Fens­tern der besetz­ten Häu­ser, am 17. Juni waren gro­ße Demons­tra­tio­nen und unser Bus brann­te genau­so, wie vie­le ande­re Autos im Vier­tel.

Fuß­ball gespielt haben wir auch.

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Kritik

Anja kri­ti­siert ab und an an mir, dass ich mir zu vie­le Gedan­ken über alles Mög­li­che mache, zu viel abwä­ge und mir zu viel durch­le­se und dann immer noch nicht zu einem schnel­len Ergeb­nis gelan­ge. Ich neh­me den Gedan­ken mit in den Wald oder mit auf die Lauf­stre­cke. Dann ver­schwin­det er manch­mal und spä­ter kommt er wie­der hoch. Meist bes­ser, aber nicht immer. Zum Glück habe ich viel Zeit für die vie­len Din­ge, die sich tag­täg­lich erge­ben. Was machen nur Men­schen, die weni­ger Zeit dafür haben.