Knapp daneben

Meinen heutigen Morgenlauf absolvierte ich über die Route durch die Stadt, Wüstenhof, Talsperre, obere Runde um die Eschbachtalsperre, Grenzwall, Tenter Weg, Lennep-Trecknase, Balkantrasse, Wermelskirchen

Viele Läufer sprechen ja immer von „dem langen Lauf“ einmal in der Woche. Diesen „langen Lauf“ mache ich dann mit 23,5 km über die oben beschriebene Route. Warum das 23,5 km sind kann ich ganz einfach erklären. Wenn ich starte, steht auf meiner Laufuhr 0,00 km und wenn ich wieder zu Hause ankomme steht dort 23,5 km. Also wie gesagt ganz einfach

So kam ich also nach meinem „langen Lauf“ heute zu Hause an, machte mein übliches Gymnastikgedöns und schrieb in den sozialen Netzwerken meinen Satz

„Tag 1941 (44442km) #streakrunning
Bin wach.“

Ich rechne nochmal zusammen

Doch die Zahl änderte sich nicht

Es blieben 44442 km

Nee wie doof. Diese knöseligen zwei Kilometer hätte ich ja auch noch laufen können

Aber dann hätte ich ja wieder von einer erfolgreichen Punktlandung schreiben müssen und das hätte gar nicht zur Überschrift gepasst

Bis zu 55555 km fehlen jetzt wieder 11113 km und wenn ich so weiter laufe, dauert das ungefähr 505 Tage

Ihr hättet mir das aber auch gestern mal sagen können

Auf der anderen Seite spare ich mir viele hunderttausend Euro, um einen auf die Schnapszahl ausgeben zu müssen 

Obst, Joghurt und Körner

„They just couldn’t believe that someone would do all that running for no particular reason.“ Forrest Gump

Für mich ist das wach werden – Für mich ist das Leben

Laufen

„Da gehts nicht um Geschwindigkeit, da gehts nicht um irgendwas zu gewinnen oder sich mit irgendwas zu profilieren, sondern einfach um es zu tun.“

Alleine war ich heute unterwegs

Da ich gestern im Podcast mit Professor Doktor Oliver Stoll von ihm erwähnt wurde, kam in mir das Verlangen hoch nochmal das Podcast-Interview mit mir vom achten Dezember Zweitausendundsechzehn anzuhören

Nach einigen Monaten Abstand fand ich es nochmal interessant für mich zur Reflexion

Nun, wo ich schon viereinhalbtausend Kilometer und sieben Monate nach dem Ziel meiner Erdumrundung immer noch im Streak bin, sind meine Aussagen im Interview für mich noch wahrer

„Für mich ist das wach werden – Für mich ist das Leben“

Wer sich das damalige Interview nochmals anhören möchte findet es hier

Ich entferne mich immer weiter von jeglichen Wettkampfgedanken

Laufen ist für mich einfach die natürliche Form der Bewegung

Gymnastik, Obst, Joghurt und Körner

„They just couldn’t believe that someone would do all that running for no particular reason.“ Forrest Gump

Was mich bestätigt

Was mich bei meinem Tun immer wieder bestätigt und motiviert, sind die anerkennenden Aussagen von anderen Menschen über meinen Sport

Ein aktuelles Beispiel aus diesem aktuellen Running-Podcast im Gespräch zwischen dem Moderator Thomas Müller und dem Sportpsychologen Professor Doktor Oliver Stoll

Oliver: „Ich hab auch mal ne Zeit lang gestreakt. Daher kenne ich auch den Lutz. Daher konnte ich auch mit dem Namen was anfangen.“

Thomas: „Der läuft immer noch“

Oliver: „ich weiß“

Thomas: „Der läuft und läuft und läuft“

Oliver: „und was mir am meisten halt bei ihm imponiert hat war, dass der einfach ne super gesunde Einstellung zum Laufen hat. Das hat mir so imponiert.“

Thomas: „Der Lutz sieht das auch sowas von unverbissen und der will einfach nur laufen. Mehr will der nich.“

Und nach meinem heutigen Halbmarathon in Begleitung von Bulbul und Lawson gab es wie üblich

Gymnastik, Obst, Joghurt und Körner

„They just couldn’t believe that someone would do all that running for no particular reason.“ Forrest Gump