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Relativ

Mei­ne ers­te Welt­um­run­dung im Streak­run­ning dau­er­te vier Jah­re, acht Mona­te und acht­zehn Tage (1723 Tage). Und das waren 40.076,6 Kilo­me­ter

Jetzt bin ich schon auf der zwei­ten Run­de um die Kugel und für die­se wer­de ich aller Vor­aus­sicht nach län­ger brau­chen, sofern ich sie voll­enden kann. Mit dem heu­ti­gen Tag bin ich auf jeden Fall bei einem Kilo­me­ter­stand von 63.198 Kilo­me­tern und somit 23.122 Kilo­me­ter auf der zwei­ten Umrun­dung. Dafür habe ich bis­her aller­dings schon wie­der drei Jah­re und sech­zig Tage (1156 Tage) gebraucht, also einen Tages­durch­schnitt von ziem­lich genau zwan­zig Kilo­me­tern pro Tag, was so eini­gen Krank­hei­ten und Ver­let­zun­gen geschul­det wer­den muss­te. Ich wer­de ja nicht bes­ser, ganz im Gegen­teil, mein Kör­per ist schon einem ganz net­ten Alte­rungs­pro­zess unter­wor­fen. Das macht sich in allem bemerk­bar. Ok — Den­ken kann ich bes­ser. Noch …

Mir wür­den also für die Voll­endung der zwei­ten Welt­um­run­dung noch 16.954 Kilo­me­ter feh­len und ich hät­te noch 567 Tage dafür Zeit, um es in der sel­ben Geschwin­dig­keit zu bewerk­stel­li­gen wie bei mei­ner ers­ten Run­de. Das wird nix, denn ein dar­aus resul­tie­ren­der Durch­schnitt von 29,9 täg­li­chen Kilo­me­tern wäre nach die­ser Gesamt­stre­cke schlicht eine Über­for­de­rung. Mit mei­nen täg­li­chen Wan­der­stre­cken bekom­me ich das hin, aber die zäh­len beim Streak­run­ning nicht mit, sind qua­si unnüt­zes Bei­werk

Nun denn, es geht ja nicht dar­um schnel­ler zu sein, denn Geschwin­dig­keit ist ja bekannt­lich rela­tiv. Es geht dar­um es zu tun

Neben­bei bemerkt sind wir alle gleich schnell unter­wegs, denn in den nun bei­na­he acht Jah­ren mei­ner täg­li­chen Ren­ne­rei sind wir, also jeder Ein­zel­ne von uns, schon acht mal um die Son­ne gerannt. Mit samt der gan­zen Erde


“Im Übri­gen bin ich der Mei­nung, dass die AfD ver­bo­ten wer­den muss.”

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Das Ei oder das Huhn?

Tag 2878 im Streak, Nie­sel­re­gen, Start 6:15 Uhr

Ein Hör­buch auf den Ohren und irgend­wann, als es nur noch Dun­kel um mich her­um war, nur mei­ne Gedan­ken im Kopf

Was war zuerst da? Womit fing es an? Nicht alles, nicht das Uni­ver­sum, das wäre eine viel zu gro­ße Fra­ge für mich, nein nur bei mir, in mei­nem klei­nen Uni­ver­sum … STOP

Auf mei­nem heu­ti­gen Mor­gen­lauf mach­te ich die Bekannt­schaft mit Robert, einem vier­und­zwan­zig Jah­re jun­gen, ange­hen­den Kunst­stu­den­ten aus unse­rer Stadt. Er fährt am frü­hen Mor­gen mit dem Fahr­rad nach Len­nep und zurück — ganz so wie ich lau­fe. Ich sehe ihn nun schon län­ge­re Zeit und heu­te sprach ich ihn an, denn auf der Tras­se kennt man sich schließ­lich. Mit mei­nem Namen konn­te er auch etwas anfan­gen und ord­ne­te mich ein “du bist doch der, der was gegen die Rech­ten macht”

Nun … “machen” ist da wohl nicht so ganz rich­tig. Ich klä­re auf und ver­su­che den Men­schen ihre Ängst vor Frem­den, Flücht­lin­gen und vor von Rech­ten ger­ne pro­pa­gier­ten Din­gen zu neh­men

Was soll´s. Jetzt ken­ne ich jeden­falls Robert und aller Vor­aus­sicht nach tref­fen wir uns mor­gen wie­der auf der Tras­se

WEITER … Womit wir wie­der beim The­ma wären. Beim Lau­fen

Wie war das noch genau? Die Fra­ge­stel­lung bevor ich Robert traf?

Was war zuerst da, das Ei oder das Huhn?


“Im Übri­gen bin ich der Mei­nung, dass die AfD ver­bo­ten wer­den muss.”

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Philosophisches Joggen

Wenn Bul­bul und ich an Wochen­en­den gemein­sam jog­gen, dann phi­lo­so­phie­ren wir unter­wegs

Über Gott und die Welt — So sagt man doch?

Wir machen das wirk­lich. Wir phi­lo­so­phie­ren tat­säch­lich über Gott, er nennt ihn Allah, und die Welt

Ich als “ungläu­bi­ger” und er als stark­gläu­bi­ger Mensch

Er im fes­ten Glau­be an die gött­li­che Füh­rung, Allah, sei­nen Pro­phe­ten Muham­mad und die Wor­te im Koran und ich im Glau­be an die Wis­sen­schaft mit all ihren bis­he­ri­gen und zukünf­ti­gen Erkennt­nis­sen

Wir kom­bi­nie­ren die­se bei­den Wege, suchen und fin­den Par­al­le­len, zwi­schen den Erzäh­lun­gen in den alten Büchern und den Erkennt­nis­sen der Wis­sen­schaft

Das ist inter­es­sant und oft span­nend

Hier­bei geht es nicht um Extre­mis­mus, um Aus­schluss bestimm­ter Grup­pen, oder dar­um, wer der Bes­se­re ist

Es geht um Ver­ste­hen, Sicht­wei­sen, Erklä­run­gen der Sicht­wei­sen

Und dafür haben wir gute zwei­ein­halb Stun­den Zeit

Von Wer­mels­kir­chen bis nach Len­nep und zurück

Phi­lo­so­phi­sches Jog­gen


“Im Übri­gen bin ich der Mei­nung, dass die AfD ver­bo­ten wer­den muss.”