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Wieder ein neuer Läufer und ein neues Interview

Ges­tern hat­te mir Cor­ne­lia im Café Inter­na­tio­nal einen Jun­gen Mann aus Nige­ria vor­ge­stellt, der auch ger­ne mit mir lau­fen möch­te

Wir konn­ten uns sehr gut auf Eng­lisch unter­hal­ten und haben uns dann auch direkt für den heu­ti­gen Mor­gen­lauf ver­ab­re­det

Mit dem Tref­fen hat alles wun­der­bar funk­tio­niert

Ich lief also die ers­ten zwei Kilo­me­ter, um am Bus­bahn­hof in Wer­mels­kir­chen den neu­en Läu­fer Hon­sey aus Nige­ria abzu­ho­len, dann einen Kilo­me­ter wei­ter an der Spar­kas­se im Bel­ten stie­ßen Maso­od aus Paki­stan, Alpha und Ibra­him aus Gui­nea mit dazu

Wir lie­fen die Win­ter­stre­cke über die Bal­kan­tras­se und übten Zah­len- und Buch­sta­ben­ket­ten

Nach guten zwei Kilo­me­tern muss­te Alpha heu­te auf­ge­ben, weil ihm sein lin­kes Knie etwas Pro­ble­me berei­te­te und er dreh­te um

Wir ande­ren lie­fen bis zum Bahn­hof in Len­nep und zurück nach Wer­mels­kir­chen

Gym­nas­tik, Obst, Joghurt und Kör­ner

Und als wir zu Hau­se so beim Frück­stück saßen bekam ich eine Mit­tei­lung, dass ein Inter­view mit mir auf der Pod­cast­sei­te Fat­Boy­s­Run erschie­nen ist

MP3-File

“They just could­n’t belie­ve that someone would do all that run­ning for no par­ti­cu­lar reason.” For­rest Gump

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Zweigeteilte Aufgabe

Ers­te Auf­ga­be

Am Mor­gen Lau­fen, mit Alpha und Ibra­him, den Flücht­lin­gen aus Gui­nea

Heu­te sind es nur die zwei aus Gui­nea, aber in unse­rer Mor­gen­lauf­grup­pe waren schon vie­le Natio­nen ver­tre­ten

Wel­che, in denen “ech­ter” Krieg herrscht

Wel­che, wo “nur” Bür­ger­krieg herrscht

Wel­che, wo die Men­schen “nur” poli­tisch ver­folgt wer­den

Und auch wel­che, wo es schlicht nur nix zu essen gibt, weil die Regie­rung die­ser Län­der es nur einer Volks­grup­pe zuge­steht und einer ande­ren eben nicht

Ja am Mor­gen lau­fe ich mit die­sen Leu­ten, um sie etwas abzu­len­ken von dem tris­ten All­tag, wir üben unter­wegs etwas die deut­sche Spra­che und die ein oder ande­re Gepflo­gen­heit hier bei uns

Alles bevor sie zum Sprach­un­ter­richt gehen

Zudem besor­gen Anja und ich den Leu­ten über Spen­den die not­we­ni­gen Klei­dungs­stü­cke

In der Mit­tags­zeit bin ich im Eis­ca­fé bereit für die eine oder ande­re Fra­ge von Flücht­lin­gen im Bezug auf Papie­re, Aus­bil­dung, Job oder oder oder

Wir stel­len Kon­tak­te zu Fir­men her, um Aus­bil­dung zu ermög­li­chen, beschaf­fen Woh­nun­gen, hel­fen bei Ämtern, Ärz­ten und Kran­ken­ver­si­che­run­gen

Ein­mal in der Woche gehen wir dann zum all­ge­mei­nen Treff­punkt (Café Inter­na­tio­nal) der Flücht­lings­in­itia­ti­ve “Will­kom­men in Wer­mels­kir­chen” um uns dort auch wie­der mit Geflüch­te­ten zu tref­fen und behilf­lich zu sein, oder ein­fach nur da zu sein, um sich etwas zu unter­hal­ten

Das ist die eine Sei­te

Zwei­te Auf­ga­be

Und in der übri­gen Zeit beschäf­ti­ge ich mich mit Ant­wor­ten und Argu­men­ten in Inter­net-Foren und Face­book gegen sowas wie das hier…

aufnahme1

aufnahme2

Ich muss sagen, dass sol­che Din­ge wie in Auf­ga­be zwei beschrie­ben, kei­ne Sel­ten­heit sind, son­dern dass es fast schon nor­mal gewor­den ist die Hel­fer zu beschimp­fen oder gar anzu­grei­fen

Die popu­lis­ti­schen Brül­le­rei­en von Par­tei­en wie der AFD haben sol­chem Trei­ben alle Tore geöff­net und die­se Men­schen haben ihre Empha­tie gänz­lich ver­lo­ren

Aber jetzt nach dem Lauf erst mal

Gym­nas­tik, Obst, Joghurt und Kör­ner

Bevor es wei­ter geht im Tag

“They just could­n’t belie­ve that someone would do all that run­ning for no par­ti­cu­lar reason.” For­rest Gump

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Afrikaner sind Läufer

Heu­te hat­te ich mei­nen klei­nen Lau­fruck­sack auf dem Buckel und dar­in waren die Lauf­schu­he für Ibra­him

Am Treff­punkt zog er sie sich rasch an und dann trab­ten wir auch schon gemein­sam los in Rich­tung Len­nep

Ich woll­te mir gera­de den Ruck­sack wie­der auf­schnal­len, als er ihn mir abnahm und deut­lich mach­te, dass er ihn über die Distanz für mich tra­gen wol­le

Dabei waren Alpha, Ibra­him, ein neu­er Kol­le­ge mit Namen Mah­mud, acht­zehn Jah­re jung und ich

Die Schu­he pass­ten Ibra­him sehr gut und nach so unge­fähr zwei Kilo­me­tern dreh­te der neue Läu­fer Mah­mud wie­der um, denn er fängt ja erst an mit dem Lau­fen

Es wür­de mich freu­en, wenn auch er regel­mä­ßig zu der Lauf­grup­pe sto­ßen wür­de

Und wisst ihr, was mir heu­te auf dem Lauf wie­der bewusst gewor­den ist?

manche-laeufer-reisen-tausende-kilometer-um-mit-afrikanern-zu-trainieren

Gym­nas­tik, Obst, Joghurt und Kör­ner

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